Die Verwandtschaft der Forelle

Wenn aus „Kenn ich!“ ein „Was bitte?“ wird

Als Angler gerät man irgendwann in eine Situation, bei der man den gefangenen Fisch nicht mehr so leicht erkennen kann. Gerade bei der großen Familie der Salmoniden kann es schonmal dazu kommen das man nicht so recht weiß, was man da gerade gefangen hat. Um dem Thema etwas näher zu kommen möchte ich in diesem Artikel einen kurzen Überblick über die Familie der Salmoniden geben.

Die große Familie der Lachsfische

Das Wort Salmoniden heißt so viel wie lachsartig und beschreibt einen Süß- und/oder Salzwasserfisch. Die Salmoniden lassen sich in drei Unterfamilien und in elf unterschiedliche Gattungen aufteilen. Die Unterfamilien sind die Salmoninae, die Thymallinae und die Coregoninae. Je nach Auffassung von Meeresbiologen wird die Familie der Coregoninae als eigenständig angesehen.

Salmoninae

Die Salmoninae sind die größte Untergattung zu ihr gehören unteranderem der Lachs (Salmo), die Forelle der Saibling sowie der Huchen. Sie besitzen meiste einen langen, schlanken und stromlinienförmigen Körper und werden bis zu 150 cm lang. Sie sind global verbreitet und die meisten Arten besitzen eine Fettflosse, dessen Funktion nicht eindeutig geklärt ist, wenn man mal von dem Brauch absieht, das der Angler, wenn er seinen ersten Lachs fängt, die Fettflosse mit einem Schnaps roh runter zu spülen hat.

Kai mit einem Lachs

Atlantischer Lachs (Salmo Salar) und der Kai

Thymallinae

Die Thymallinae sind die sogenannten Äschen. Sie zeichnen sich durch die sogenannte Äschenfahne aus. Dies ist die markante Rückenflosse, welche teilweise bis zur Fettflosse verlängert ist. Eine Äsche ist demnach sehr leicht zu erkennen. Die Namensähnlichkeit zum Thymiankraut ist kein Zufall, denn europäische Äschen riechen tatsächlich leicht danach.

Europäische Äsche Thymallus thymallus

Äsche (Thymallus thymallus), Foto: Andreas Auracher

Coregoninae

Die dritte Gattung sind die Coregoninae diese werden gemein auch als Renken oder Felchen bezeichnet und in heimischen Gewässern oft in Bergseen oder Talsperren anzutreffen. Sie besitzen vom Aussehen als auch von der Fangart starke Ähnlichkeiten zum Hering. Es gibt zahlreiche Unterarten, welche sich von Region zu Region unterscheiden. Diese Unterschiede sind zumeist für den Laien nicht sichtbar und selbst Forscher verzweifeln an der genauen Bestimmung.

Felchen von Markus Iten

Felchen (coregonus lavaretus) Foto: Markus Iten

Die SalmoninaeThymallinae und Coregoninae sind die drei wichtigsten Unterfamilien, die jeder Angler kennen sollte.

Von: |Veröffentlicht: Sonntag, Oktober 25, 2020|Kategorien: Allgemein|0 Kommentare|
Nils Bornhütter
Mein Name ist Nils, ich bin 25 Jahre alt und einer der Gründer von Morgenreif. In den Bereichen: Meeresangeln vom Ufer, Raubfischangeln mit Hardbaits, Forellenangeln und dem Renkenfischen fühle ich mich zuhause. Ich freue mich auf den Kontakt zu dir!

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